ABC der Integrationserziehung

Ich bin in einer Grundschule tätig und habe daher auch nur für diesen Bereich handhabbare Informationen. Ergänzendes von KollegInnen aus dem KITA-Bereich sind gerne erbeten und werden von mir zügig in den Text eingepflegt.

A

Ausbildung zum Facherzieher
Ein Facherzieher für Integration, in Berlin z.Z. auch „Erzieher in Integrationsgruppen“ genannt, benötigt eine Zusatzqualifikation. Anbieter bezüglich der Weiterbildung gibt es viele. Einfach den Arbeitgeber fragen. Wer es selber finanzieren möchte, sollte so um die 1000,00€ dafür auf der hohen Kante haben. Auch über den Schwerpunkt sollte es schon klare Vorstellungen geben (KITA  oder  Schule). Nach ca. 200 Seminarstunden und einer Facharbeit ist man dann stolzer Besitzer eines vom Land Berlin anerkannten Zertifikates. Gehaltsgruppe wäre dann nach jetzigem Stand (2016)Tarif E9.

B

Bedarfsbescheid für Bereitstellung eines Facherziehers
Nach einem festgeschriebenen Bescheidungsprozedere, wobei es noch Unterschiede in den Terminverbindlichkeiten je nach Trägerschaft des Ganztagesbereiches gibt (Stichwort: Personalbereitstellung), erhält das entsprechende Kind einen Bescheid entsprechend der paragraphischen Zuordnung (§35a bzw. §§53/54). Dieser gilt nur für dieses Kind und ist rechtverbindlich, d.h. durch die Erziehungsberechtigten einklagbar.
Dieser Bedarfbescheid ist zwingend an einen Hortvertrag gebunden und nicht identisch mit der Förderung im Unterricht durch einen Integrationslehrer!
Die Ursache liegt hierbei in der Zuständigkeit des Jugendamtes (§35a) bzw. Sozialamtes (§§53,54), wodurch das Sozialgestzbuch statt des Schulrechtes zur Wirkung kommt.

C

D

E

F

Familienberatung oder Familientherapie
Diese Therapie zielt darauf ab, die Wurzeln familiärer Probleme zu erkennen und nach Lösungswegen zu suchen, um zu einem harmonischen Familienleben zu gelangen.
Dabei spielen die Beziehungen der unterschiedlichen Familienmitglieder eine wichtige Rolle, denn bei einer Familientherapie oder Familienberatung steht nicht die psychische Erkrankung eines einzelnen Menschen im Vordergrund der Behandlung, sondern die Familie als System.

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

Paragraphische Zuordnung

Q

R

S

SIBUZ
In jedem Berliner Bezirk gibt es ein eigenes Schulpsychologisches und Inklusionspädagogisches Beratungs- und Unterstützungszentrum (SIBUZ) für alle allgemeinbildenden öffentlichen und privaten Schulen wie auch für die beruflichen und zentral verwalteten Schulen. Alle Kontaktdaten des für Ihre Schule zuständigen Zentrums finden Sie auf der Website der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin. 

„Segregation“
(-Trennung -Sonderung -Vereinzelung -Separation )
Innerhalb der Pädagogik bedeutet dies eine getrennte Beschulung, je nach den Fähigkeiten des jeweiligen Kindes. Je nach Art und Schweregrad der Behinderung kommt es zu einer Aussonderung der Kinder und Jugendlichen in Sonderschulen (oder auch bereits früher in Sonderkindergärten) unterschiedlicher Typen und darin nochmals unterteilt in verschiedene Gruppen oder Klassen. Hiermit wird eine Homogenität der einzelnen Schülerschaften innerhalb der Schulen und Schulklassen bewirkt, wodurch eine optimale Lernstruktur im Hinblick auf didaktische Mittel und technische, sowie räumliche Ausstattung gewährleistet werden soll.
Es wird davon ausgegangen, dass sich die Fähigkeiten eines behinderten Kindes nur in dem „Schonraum“ der Sonderschule, oder moderner ausgedrückt des Förderzentrums, entwickeln können. Die Segregation wird als behinderungsspezifische Maßnahme angesehen. Weiterhin zeigt sich mit der Segregation eine strikte Trennung von Sonder bzw. Heilpädagogik und Regelpädagogik. Feuser beschreibt in seinem Buch „Behinderte Kinder und Jugendliche zwischen Integration und Aussonderung“ (1995) Segregation durch sechs charakteristische Momente.

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